Elektrostatisches Sprühen

Die elektrostatische Aufladung des Pulvers beim sogenannten EPS-Verfahren (electrostatic powder spraying) wird durch ein elektrisches Feld hoher Feldstärke an der Zerstäuberdüse erzeugt. Je nach Sprühsystem handelt es sich dabei um eine Leitungsaufladung beim direkten Kontakt mit der Elektrode oder um eine Ionisationsaufladung, bei der die Pulverpartikel durch Anlagerung freier Luftionen aufgeladen werden. In diesem Fall erzeugt die Elektrode als Koronaspitze die erforderlichen Luftionen. Der Transport der Pulverpartikel erfolgt entlang der elektrischen Feldlinien zum geerdeten Werkstück.

Die zu beschichtenden Teile sollten auf 400 bis 420 °C vorgewärmt werden. Vor dem Abkühlen sind die Teile so lange in einem Ofen nachzuwärmen, bis die Beschichtung gleichmäßig aufgeschmolzen ist. Der Kristallinitätsgrad kann durch das Kühlverfahren eingestellt werden. Wasser- bzw. Schockkühlung führen zu amorphen und dadurch transparenten Beschichtungen. Durch Konditionierung der Beschichtung kann die Kristallinität amorpher Schichten erhöht werden. Dies geschieht üblicherweise in einem Umluftofen bei 200 °C. Die Dauer hängt dabei von der Masse der beschichteten Teile ab.

Bei Komponenten mit großen thermischen Massen hingegen können zu langsame Abkühlgeschwindigkeiten zu Rissbildungen in der Beschichtung führen. Die geeignete Abkühlgeschwindigkeit sollte in diesen Fällen empirisch ermittelt werden. Abschrecken im Wasser kann zu einem Wärmeschock führen und sollte vermieden werden.

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